Frage 9




9. Wozu ist ein Bildungsausschuss gut?

Ein Bildungsausschuss oder ein Bildungsbeirat berät und begleitet die Arbeit der Profil- und Fachstelle Bildung. Im Dekanat Darmstadt-Land gibt es seit 2005 einen synodalen Ausschuss Bildung und Erziehung. Ihm gehören sechs Personen an, die von den Gemeinden vorgeschlagen und von der Dekanatssynode benannt und beauftragt werden. Der Ausschuss trifft sich monatlich und in der Regel zehn Mal im Jahr, zusammen mit dem Bildungsreferenten, der die Funktion des Geschäftsführers übernimmt. Im Ausschuss wird die Bildungsarbeit gemeinsam geplant und weiterentwickelt und die jährliche Veranstaltungsplanung vorgenommen. Dabei werden thematische Schwerpunkte festgelegt und die passenden Angebotsformate gefunden. Teilweise beteiligt sich der Ausschuss auch an der Umsetzung des Angebotes, übernimmt die Begrüßung oder stellt Kontakte zu Referenten her.

 

Im Dekanat Ingelheim wird die Bildungsbeauftragte von einem Bildungsbeirat unterstützt. Dieser macht Vorschläge für das Dekanats-Jahresthema, wirkt bei der inhaltlichen Planung der Bildungsarbeit und auch bei der Durchführung von Dekanatsveranstaltungen mit. Gut daran ist, dass über die Beirats-Mitglieder neue Impulse, Wünsche und Kritik aus den Gemeinden eingebracht und Bedarfe aus unterschiedlichen Perspektiven angeschaut werden. Dieser Informationsfluss vom Dekanat in die Gemeinden und umgekehrt sowie der Austausch zwischen den Gemeinden und die gemeinsame Angebotsplanung wird von der Bildungsreferentin besonders geschätzt. Auch der Kontakt zur Dekanatssynode wird über den Beirat gewährleistet.

 

Im Beirat oder Ausschuss werden Bildungsaktivitäten und Projekte an den Leitvorstellungen des Dekanates ausgerichtet. Die inhaltlichen Diskussionen und der Austausch an Ideen und Erfahrungen wird von den hauptamtlichen Referenten als Bereichung erlebt. Ein starker Ausschuss oder Beirat, der gehört und beteiligt wird, stärkt die Bildungsarbeit im Dekanat. Zudem fördert er die Kommunikation und unterstützt die Referenten, das Handlungsfeld Bildung und Erziehung nach innen und außen zu vertreten.

 

Interviewpartner/innen waren: Martina Schott und Ingo Mörl